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für Radiologie am
Neumarkt Limburg
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Tel (06431) 91 02-0
Fax (06431) 91 02-90
CT (06431) 91 02-20
MRT (06431) 9102-70
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Kernspintomographie

Vielfach werden Computertomographie und Kernspintomographie durcheinander geworfen. Das ist nicht verwunderlich, denn mit beiden Verfahren werden scheibchenartige Schnittbilder des Körpers erzeugt, die sich auf den ersten Blick stark ähneln. Die Unterschiede sind aber gravierend.
Die Kernspintomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) genannt, ist ein hochmodernes Diagnoseverfahren, welches ohne Anwendung von Röntgenstrahlen Bilder des menschlichen Körpers durch Magnetfelder und Radiowellen erzeugt und krankhafte Veränderungen sichtbar macht.

Bei der MRT werden magnetische Eigenschaften der Wasserstoffatome des menschlichen Körpers genutzt. Wir messen die Verteilung der Wasserstoffatome im Körper. Unterschiedliche Signalintensitäten weisen auf verschiedene chemische Bindungen, in den die Wasserstoffatome vorliegen, hin. Hieraus entsteht eine völlig andere Bildinformation als bei der Röntgenuntersuchung oder der Ultraschalluntersuchung.
Neben anatomischen Details können auch funktionelle Aspekte, wie zum Beispiel Entzündungsreaktionen, sichtbar gemacht werden.
Da die Kernspintomographie, wie auch die Ultraschalldiagnostik, ohne Strahlung auskommt, eignet sie sich daher gut auch für Kinder und jüngere Menschen. Medizinische Bedenken bestehen dagegen nicht. Kinder, etwa ab 3 Jahren machen meist eifrig und neugierig mit. Als Faustregel gilt: Kinder haben keine Angst vor der Untersuchung, wenn Ihre Eltern keine Angst haben. Schließlich tut es ja nicht weh. Auch in der Schwangerschaft könnte man eine Kernspintomographie durchführen. Schädliche Wirkungen sind bei der Untersuchung am Menschen bisher nicht beobachtet worden. Allerdings bestehen hierzu keine umfangreichen Erfahrungen. Deshalb wird die MRT bei Schwangeren sicherheitshalber zurückhaltend und nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes durchgeführt.

Wir untersuchen an zwei MRT-Geräten der neuesten Generation mit maximalem Patientenkomfort.

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Einzig Patienten mit Fremdkörpern aus magnetisierbaren Metallen (z.B. Granatsplitter etc.) oder bestimmten Gefäßclips können durch das Magnetfeld Schaden nehmen und dürfen daher nicht untersucht werden. Die in Zahnfüllungen, Inlays u.ä. verwendeten Metalllegierungen und auch die Metalllegierungen von modernen Gelenkprothesen, Stents, Platten und Schrauben, die z.B. bei Knochenbrüchen eingesetzt werden, führen nur in ihrer unmittelbaren Umgebung zu mehr oder weniger ausgeprägten Bildstörungen. Gefahren für den untersuchten Patienten gehen von solchen Implantaten nicht aus. Auch für die meisten künstlichen Herzklappen ist inzwischen erwiesen, dass ihre Träger sich gefahrlos einer MRT unterziehen können.
Bitte sprechen Sie vorher mit uns, wenn Sie Metall im Körper haben!

Gefährlich ist das Magnetfeld vor allem für Träger von Herzschrittmachern. Auch andere sog. bioelektronische Implantate wie Insulinpumpen ("künstliche Bauchspeicheldrüse"), Neurostimulatoren oder Cochleaimplantate, werden im Kernspintomographen meist beschädigt. Manche Ableitungsventile, die bei Überdruck der Hirnwasserräume (Hydrocephalus) implantiert werden, sind nicht für die MRT geeignet. Ferner gehen Gefahren von Metall- oder Granatsplittern im Bereich des Auges und des Hirngewebes aus, sowie von älteren, stark eisenhaltigen Metallclips, die man früher bei Hirngefäßoperationen verwendete.

Da bleibende Tätowierungen in der Regel Metallstaub enthalten, können ausgedehnte Tatoos in der zu untersuchenden Körperregion zu spürbaren Überwärmungen im Bereich der Tatoos führen. 

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Die MRT ist unbestritten dasjenige Verfahren, mit dem man heute am besten Bilder des Nervensystems und seiner Erkrankungen anfertigen kann. Für einige Fragestellungen ist zwar die Computertomographie ausreichend, die MRT wird aber zunehmend eingesetzt.
Das gilt nicht nur für das Gehirn, sondern auch für den Rückenmarkskanal, das darin verlaufende Rückenmark sowie die Nervenwurzeln.
Besondere Untersuchungssequenzen existieren für die Darstellung von Entzündungen, Blutungen oder Tumoren, zur Epilepsiediagnostik oder zur Abklärung von Durchblutungsstörungen. Frühzeitig können Schlaganfälle beurteilt werden und ursächliche Verengungen der Blutgefäße gleich mit dargestellt werden (MR-Angiographie).

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Die Darstellung der inneren Organe des Brust- und Bauchraumes stellt besondere Anforderungen an den Kernspintomographen. Denn es müssen dabei nicht nur große Körperabschnitte untersucht werden, sondern wegen der Atem-, Herz- und Darmbewegungen und Pulsationen müssen die Messungen auch sehr rasch erfolgen.
In zeitgemäßer Technik durchgeführt stellt die MRT derzeit oft das beste Verfahren dar, gutartige oder bösartige Leberherde darzustellen und zu unterscheiden. Dazu stehen heute verschiedene Kontrastmittel bereit, die eine besonders treffsichere Diagnostik ermöglichen.

Bei der noch vielfach gängigen ERCP muß im Rahmen einer der Gallengang sondiert und ein Kontrastmittel rückwärts in das Gallenwegssystem gespritzt werden. Durch die MRT sind in der Regel Dünndarmspiegelung und Kontrastmittelgaben in den Gallengang nicht nötig, um hochauflösende Bilder der Gallenwege, der Gallenblase und des Bauchspeicheldrüsengangs zu erhalten (MRCP).

Die MRT erlaubt sowohl die Darstellung des Nierengewebes als auch der Harnwege. Besonders bei unklaren Herdbefunde an der Niere kann die MRT oft eine Klärung bringen. Als Nachteil ist die fehlende Darstellung kleiner Nierensteine zu nennen, wenn diese noch nicht in Nierenbecken oder Harnleiter übergetreten sind. Hier ist meist ein einfaches Röntgenbild oder eine Ultraschalluntersuchung vorzuziehen.

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Die MR-Angiographie erlaubt die Darstellung der Schlagadern sämtlicher Blutgefäßregionen und verdrängt zunehmend die Kathetertechnik (DSA). Gefäßfehlbildungen, -aussackungen (Aneurysma) und Gefäßverengungen z.B. durch Arterienverkalkung können dargestellt werden.
Im Gegensatz zu den CT-, DSA- und Röntgenuntersuchungen werden aber keine jodhaltigen Kontrastmittel verabreicht, sondern spezielle, wesentlich besser verträgliche MR-Kontrastmittel. Einige Gefäßregionen können sogar ganz ohne Kontrastmittelgabe dargestellt werden. Deshalb kann eine MR-Angiographie auch bei bekannter Allergie gegen Röntgenkontrastmittel ("Jodallergie"), bei Schilddrüsenfunktionstörungen und manchen Nierenfunktionsstörungen durchgeführt werden.
Außerdem ist es nicht erforderlich, eine Schlagader zu punktieren und nach der Untersuchung stundenlang flach mit einem Druckverband zu liegen. Da nicht mit Kathetern im Gefäßsystem gearbeitet wird, ist die MR-Angiographie somit risikoarm.

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Die Kernspin-Untersuchung der Brust (MR-Mammographie) hat sich inzwischen als nicht strahlenbelastendes Untersuchungsverfahren zur Abklärung von Problemfällen bewährt und kann in solchen Situationen oft Probenentnahmen vermeiden helfen.
Diese Untersuchung wird in Bauchlage im Kernspintomographen in einer besonderen Magnetspule durchgeführt, die eine gleichzeitige Darstellung beider Brüste erlaubt. Dabei ist es zwingend erforderlich, Kontrastmittel zu geben; denn erst an der raschen Anreicherung des Kontrastmittels in bösartigen Herden lassen sich diese erkennen.
Die MR-Mammographie erlaubt die Darstellung kleinster Herde im mm-Bereich, die oft durch lokale Ausschneidung und ohne Brustamputation entfernt werden können. Die MR-Mammographie eignet sich besonders gut zur Abklärung von unklaren Herden in den Routineverfahren der Röntgenmammographie und/oder Sonographie. Auch in anderen Problemfällen kann die MR-Mammographie helfen; z.B. bei starker Narbengewebsbildung nach Operation oder bei vorhandenen Implantaten.
Leider reichern auch viele gutartige Veränderungen der Brust Kontrastmittel an. Würde man also die MR-Mammographie als Vorsorgeuntersuchung einsetzen, gäbe es viel zu oft "Falschen Alarm" und eine Vielzahl unnötiger Operationen - von der Kostenexplosion ganz zu schweigen.

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherungen können eine MR-Mammographie derzeit nur bei einigen, genau beschriebenen Fragestellungen auf Krankenschein erhalten.
Dies sind:
• Ausschluß eines Rezidivs bei bereits therapiertem Mamma-Ca
• Tumorsuche bei Metastasierung (sog. CUP-Syndrom)
Bitte fragen Sie Ihren behandelnden Arzt, ob diese Voraussetzungen bei Ihnen vorliegen.  

Alle anderen Indikationen (z.B. Ausschluß Multifokalität bzw. Zweittumor bei gesichertem Mamma-Ca, Mamma-Prothesendiagnostik, Hochrisikopatientinnen etc.) sind derzeit weiterhin keine Kassenleistung. Hierfür muß die Kostenübernahme der Krankenkasse im Einzelfall eingeholt und abgeklärt werden.

Unsere Praxis verfügt über die besondere Genehmigung zur Durchführung der MR-Mammographie und unterwirft sich einem in diesem Zusammenhang vorgeschriebenen speziellen Qualitätssicherungsverfahren.

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Platzangst :
Die bei uns aufgestellten Kernspintomographen sind kurze, an Kopf- und Fußende offene Tunnel ("wide-tube-system"). Wenn Fuß, Unterschenkel oder Knie untersucht werden, bleibt Ihr Oberkörper außerhalb des Tunnels.
Ihre Angehörigen könnten sich - wenn nötig -   während der Untersuchung neben Sie stellen. Wir sehen Sie in jedem Fall durch ein Fenster und hören Sie über ein Mikrophon. Außerdem bekommen Sie einen Alarmschalter, mit dem Sie sich bemerkbar machen könnten.

Bei unüberwindlicher Platzangst können wir Ihnen ein stark angstlösendes Medikament verabreichen. Allerdings sollten Sie in diesem Fall nicht selbst mit dem Pkw zu uns fahren, weil nach der Untersuchung durch das Medikament Ihre Fahrtauglichkeit nicht mehr gegeben ist.

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„Nebenwirkungen":
Bei längeren Meßzeiten und unter bestimmten Untersuchungsbedingungen kann es zu einer gewissen Erwärmung des Gewebes oder des ganzen Körpers kommen, die vom Patienten aber i.d.R. nicht bemerkt wird und über die keine schädlichen Auswirkungen bekannt sind. Eine krebserregende Wirkung ist ebenfalls nicht bekannt. Bestimmte magnetische Anregungsformen können sog. Muskelpotientiale auslösen, die u.U. als "Muskelzucken" wahrgenommen werden. Früher gelegentlich von den Patienten wahrgenommene "Lichtblitze" werden an modernen MRT-Anlagen nicht mehr festgestellt. Eher unangenehm als schädlich wird der Lärm wahrgenommen, weswegen die Untersuchung mit Gehörschutzkapseln und/oder Ohrstöpseln durchgeführt wird.

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Weitere Standarduntersuchungen

Computertomographie (CT)

Digitale Mammographie

Konventionelle Röntgendiagnostik

Sonographie (Ultraschall)